Bad Windsheim - Heute

Die Historische Altstadt

Mittelpunkt ist der Marktplatz mit seinem im barocken Stil erbauten Rathaus 1713 - 1717. Der Bau fiel am 3.Dezember 1730 einem Feuer zum Opfer wurde aber wieder aufgebaut. Durch das Rathaus - Portal erreicht man den Dr.Martin-Luther-Platz und den Eingang der Kilianskirche. Diese wurde ursprünglich romanisch, dann gotisch und nach dem Stadtbrand von 1730 im Barockstil bis 1733 wieder aufgebaut. Das Reichsstadtmuseum im Ochsenhof beherbergt eine Sammlung von Dokumenten und Gegenständen aus der Stadtgeschichte. Der Fachwerkbau stammt aus dem Jahre 1537. Das Augustinerkloster am Klosterplatz wurde 1291 gegründet und 1525 wieder aufgelöst. Der Schöne Brunnen wurde 1572 mit einem Standbild Kaiser Karls VI errichtet Die Seekapelle wurde von 1400 - 1402 erbaut, das bunte Ziegeldach des Turmes stammt aus den Jahr 1587. Die Spitalkirche6 wurde 1318 erbaut. Das anschließende Spital wurde 1315 gegründet.

 

Das Fränkische Freilandmuseum7

Die Grundsteinlegung für dieses Projekt erfolgte am 2. April 1979. Die Eröffnung des Museums war am 25.Juli 1982. Das Museumsgelände hat eine Gesamtfläche von ca.45 Hektar. Ca.35 Hektar Land werden landwirtschaftlich genutzt und meist durch das Museumspersonal bewirtschaftet. Bis 1992 wurden 50 Objekte wieder aufgebaut. Als Endausbau sind 80 bis 100 Objekte geplant. Jährlich finden auf dem Gelände unter anderem die Museumskirchweih und das Herbstfest statt. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Frohsinnhof der 1988 eingeweiht wurde und sich im Ortsteil Oberntief befindet. Der Frohsinnhof beherbergt landwirtschaftliche Geräte aus vergangenen Tagen bis zur Neuzeit, die in mehreren Gebäuden untergebracht sind. Er wird vom Trachtenverein "Frohsinn"betrieben.

 

Die Bäderstadt

Bad Windsheim hat etwa 12000 Einwohner, inklusive der Ortsteile Berolzheim, Humprechtsau, Ickelheim, Külsheim - Erkenbrechtshofen, Lenkersheim, Oberntief - Unterntief, Rüdisbronn - Rehhof und Wiebelsheim. Das Prädikat "BAD" erhielt Bad Windsheim 1961. Der Kurbetrieb beruht auf mehreren Heilquellen, wobei die stärkste einen Mineralgehalt von 26,9% je kg Sole enthält. Bad Windsheim ist die einzige Bäderstadt in Mittelfranken.

 

Grabungen am Marktplatz und in der Spitalkirche

Das erste Projekt der Marktplatz , bot immer wieder neue Überraschungen . Es ergaben sich einige Erkenntnisse über die Frühgeschichte von Bad Windsheim .

Freigelegt wurden bei den Grabungen ein karolingisches Gräberfeld und ein wesentlich selteneres "Wiedergänger-grab". Bei dem Gräberfeld handelt es sich um den Friedhof der früher zu Kirche gehörte. Es wurden 45 Gräber aus dem 8. Jahrhundert gefunden. Bei weiteren Grabungen traten Mauerreste , Treppen und Keller zu tage . Zu guter letzt wurde der Stadtbrunnen aus dem Jahre 1408 entdeckt . Es war bekannt , daß ein Brunnen am Marktplatz sein muß , nur der Standort nicht . Bekannt war auch , daß dieser Brunnen 1810 abgedeckt wurde , da die Wasserqualität zu schlecht war . Die freigelegten Mauern und Mauerreste sind nach jetziger Sicht aus dem 10. Jahrhundert und Überreste der "Villa Regia" des fränkischen Königshofes von dem nur die frühere Existenz , nicht aber sein Standort bekannt war . Besonders interessant ist ein Flachglasfund aus dem 14. Jahrhundert, es handelte sich um ca.300 kg Glas das aus Abraum ausgesiebt wurde. Diese Bruchstücke wurden gereinigt, nummeriert und in eine Fundkarte eingetragen. Nach Einschätzung von Archäologen handelt es sich um den größten Fund dieser Art in Europa. In Latrinen wurden weitere Funde, wie Gegenstände aus Keramik, Metall und Knochen gefunden. Um die freigelegten Grabungsstellen auch weiterhin den Besuchern zugänglich zu machen, wurden Teile des Marktplatzes mit 3 Glaspyramiden überdacht. Zur Finanzierung wurden während der sogenannten "Stadtbaustein - Aktion" 340 Messing - Pflastersteine zu je 510,- Euro verkauft und direkt in das Pflaster des Marktplatzes eingesetzt. Durch diese Aktion konnten die Kosten zu Erhaltung der historischen Bausubstanz doch erheblich gedämpft werden. Somit ist in Bad Windsheim eine weitere Sehenswürdigkeit entstanden .

Das zweite Projekt die Spitalkirche , bot einige Grabfunde , aber keine großen Überraschungen. Die Sanierung ist hier auch abgeschlossen .

Die Freilegung von zwei Skeletten in der Kirche war keine Überraschung . Es wird vermutet , daß es sich hier um zwei Geistliche handelt die im 15. Jahrhundert hier bestattet wurden . Ein vermuteter Vorgängerbau der Kirche wurde nicht gefunden. Diese Vermutung gründet sich auf die Tatsache , daß die Hospitalstiftung 1317 beurkundet aber die Spitalkirche erst von 1415 - 1417 errichtet wurde . Als Vorgängerbau wird eine Kapelle angenommen . Seit 2006 ist die Spitalkirche an das Freilandmuseum angeschlossen.

 

Jährliche Veranstaltungen

Das Frühlingsfest auf dem Festplatz findet Ostern bis Weißer Sonntag statt.
Die Museumskirchweih im Freilandmuseum findet am zweiten Wochenende im Mai statt.
Das Kiliani - Altstadtfest findet am ersten Wochenende im Juli statt.
Das Museumsfest im Freilandmuseum findet Mitte Juli statt.
Das 3 - tägige Open-Air findet am Weinturmhügel statt.
Die Kirchweih auf dem Festplatz findet am letzten Wochenende im August statt.
Das Herbstfest im Freilandmuseum findet Mitte September statt.
Der Weihnachtsmarkt findet in der Adventszeit statt.

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